Ich bin MaTitie, Editor bei Top10Fans. Und ich will dir (Ha*zuo) heute vor allem eins sauber einordnen: Was es fĂŒr dich als Creatorin in der Schweiz ganz praktisch bedeutet, wenn OnlyFans laut CEO mit rund 42 Mitarbeitenden operiert – bei Hunderten Millionen Nutzer:innen und Millionen Creators.

Das ist keine Gossip-Info. Das ist ein Betriebsmodell. Und dieses Modell beeinflusst direkt, wie zuverlĂ€ssig Support ist, wie schnell Entscheide fallen, wie automatisiert Moderation/Payments sind – und was du als Creatorin selbst in die Hand nehmen musst, damit dein Business stabil bleibt.

1) Was «nur 42 Mitarbeitende» in der Praxis wirklich heisst

Wenn eine Plattform mit einem sehr kleinen Team extrem gross skaliert, passiert typischerweise Folgendes:

  • Viel lĂ€uft ĂŒber Regeln + Automatisierung: Risiko-Scores, Content-Checks, Payment-Filters, Login-Sicherheit.
  • Support ist stark standardisiert: Viele FĂ€lle landen in Templates, Eskalationen sind begrenzt.
  • Fehler fĂŒhlen sich «unpersönlich» an: Du bekommst selten eine individuelle BegrĂŒndung, eher Policy-Verweise.
  • Creator-Erfolg ist nicht 1:1 betreut: Du baust dein Wachstum primĂ€r mit eigenem System, nicht mit «Account Management».

FĂŒr dich heisst das: Du brauchst weniger Hoffnung auf «der Support regelt’s», und mehr Betriebsdisziplin wie bei einem kleinen Medienunternehmen.

2) Warum OnlyFans so viel Umsatz pro Mitarbeitende schafft – und was du daraus lernst

In Medienberichten wurde OnlyFans als sehr stark bei Umsatz pro Vollzeitstelle eingeordnet (teilweise vor grossen Tech-Firmen). Das ist ein Signal fĂŒr Effizienz – aber fĂŒr Creators heisst es auch:

  • Die Plattform investiert eher in Infrastruktur, weniger in Handarbeit pro Creator.
  • Standard-Prozesse gewinnen gegen Einzelfall-Lösungen.
  • Du musst deine Seite der Zusammenarbeit so bauen, dass sie kompatibel ist: sauber, nachvollziehbar, risikoarm.

Die gute Nachricht: Wer strukturiert arbeitet, profitiert ĂŒberproportional. Die schlechte: Chaotische Workflows (auch wenn du «chaotic energy but fun» bist) werden schneller teuer, weil du sie nicht weg-supporten lassen kannst.

3) Dein Setup als Creatorin in der Schweiz: eine klare, stabile Betriebsbasis

Du bist Fotografin, baust Premium-Fan-Content auf und reviewst BĂŒcher/Reading Lists. Das ist eine starke Kombi – wenn du sie richtig positionierst. Hier ist mein pragmatischer Rahmen:

A) Positionierung in einem Satz (damit du nicht driftest)

Formel, die bei dir passt:

  • «Premium Visuals + bookish IntimitĂ€t» (Ă€sthetisch, kuratiert, erwachsen, nicht plump)
  • Content-Kern: Fotografie + Persönlichkeit + Reading-List-Format, dazu optional «behind the scenes» aus Shoots, Moodboards, Schreib-/Lese-Routinen.

Warum das zur «42 Mitarbeitende»-RealitĂ€t passt: Je klarer deine Marke, desto weniger MissverstĂ€ndnisse, Reports, Unklarheiten bei Captions/Thumbnails – und desto weniger Reibung mit automatisierten Checks.

B) Baue dein Business wie ein kleines Studio (nicht wie ein Hobby)

Minimum-Operating-System:

  1. Content-Plan (4 Wochen)
    • 2–3 Hauptformate (z.B. “Book & Mood Set”, “Behind-the-Lens”, “Reading List + Q&A”)
    • 1–2 Nebenformate (Polls, Mini-Updates, Voice Notes)
  2. Asset-Ordner
    • Originale, Exporte, Thumbnails, Caption-Templates, Release-Notizen
  3. Release-Checkliste (dazu unten mehr)
  4. KPI-Notizen (30 Minuten pro Woche)
    • Sub-Zuwachs, Churn, Top-Posts, Chat-Conversion

Das ist langweilig – aber genau das ist der Vorteil: Es macht dich robust gegenĂŒber Plattform-«Black Boxes».

4) Support-RealitÀt: So verhinderst du, dass ein Ticket dein Business stoppt

Mit kleinem Plattform-Team ist Support oft ein Engpass. Darum arbeitest du mit zwei Prinzipien:

Prinzip 1: PrÀvention schlÀgt Eskalation

Du willst Situationen vermeiden, die ein Ticket auslösen:

  • unklare Captions, die als «irrefĂŒhrend» wirken
  • extreme Posting-Spikes (plötzliche Massen-Uploads ohne Muster)
  • Payment-/Login-AuffĂ€lligkeiten (hĂ€ufige GerĂ€tewechsel ohne Absicherung)

Prinzip 2: Wenn Ticket, dann «beweisbar» und «kurz»

Support reagiert besser auf Struktur als auf Emotion. Dein Ticket-Template:

  • Betreff: kurz + konkret (z.B. “Post blocked – request review – post ID 
”)
  • 3 Bulletpoints: Was, wann, wo (Post-ID / Datum / Fehlermeldung)
  • 1 Satz: Was du willst (Review / Entsperren / ErklĂ€rung)
  • Anhang: Screenshots, falls vorhanden

Das klingt banal. Aber es ist genau die Art Input, die in standardisierten Support-Flows «durchrutscht».

5) Deine Release-Checkliste (damit Automatisierung dich nicht trifft)

Wenn du wenig Lust auf Regeln hast: Ich auch. Aber wir spielen hier gegen Systeme, die keine Nuancen kennen.

Vor jedem Post:

  1. Caption-Check: Keine Versprechen, die du nicht hÀltst (Vertrauen + weniger Beschwerden).
  2. Thumbnail-Check: Keine unnötig «riskanten» Crops, die falsch verstanden werden können.
  3. Serien-Check: Bleibt es in deiner Markenlogik? (bookish/visual/curated)
  4. Timing: Postest du regelmÀssig statt in chaotischen Peaks?
  5. Backup: Hast du das Asset lokal + beschriftet?

FĂŒr deine «fun-chaotic» Energie: Lass sie im Content leben, nicht im Workflow.

6) Der Sportler-Case in den News: Was Creators daraus mitnehmen

Am 05.01.2026 war in Medien zu lesen, dass ein Bobsportler (Georg Fleischhauer) OnlyFans als zusÀtzliche Einnahmequelle nutzt und dabei Regeln/Abgrenzung kommuniziert (z.B. «kein Porno-Star»). UnabhÀngig davon, wie man das findet: Die Mechanik ist lehrreich.

Was funktioniert daran (strategisch):

  • klare Erwartungssteuerung (“was gibt’s, was gibt’s nicht”)
  • klare Motivation (Einnahmen/Einblicke)
  • definierte Grenzen (reduziert MissverstĂ€ndnisse)

Du kannst das in deine Welt ĂŒbersetzen, ohne deinen Stil zu verlieren:

  • «Bei mir gibt’s kuratierte Foto-Serien + persönliche Reading Lists. Kein Trash, keine Verwirrung.»
  • «Du supportest ein kleines Studio in der Schweiz – und bekommst echte KontinuitĂ€t.»

Das reduziert RĂŒckfragen, Refund-Frust und «falsche» Abos.

7) Einnahmen: Warum «Beweis-Posts» und Zahlen-Drama dir selten helfen

In den letzten Tagen gab’s auch Content ĂŒber angebliche RekordumsĂ€tze einzelner Creators (inkl. «Proof»-Diskussionen). Das triggert viele: Vergleich, Druck, Branding-Panik.

Mein Rat, analytisch:

  • Zahlen sind Marketing – oft ohne Kontext (Traffic-Quellen, Kosten, Timing, Team, Cross-Promo).
  • FĂŒr dich zĂ€hlt Netto und StabilitĂ€t: planbarer Monatsumsatz, geringer Churn, saubere Produktion.

Als Fotografin ist dein unfairer Vorteil: Du kannst mit konstanter Ästhetik und Serien-Logik ein Premium-GefĂŒhl erzeugen – auch ohne virale Reichweite.

8) Deine konkrete Wachstumslogik (Schweiz, cross-border, ohne Overwhelm)

Du willst klare Positionierung. Hier ist ein einfaches System, das zu dir passt:

Schritt 1: Definiere 3 Content-Pfeiler (fĂŒr 90 Tage)

  1. Photo Sets: kuratiert, wie ein Editorial
  2. Bookish Intimacy: Reading List + kurze Einordnung (social-psych Blickwinkel ist ein Bonus)
  3. Behind the Lens: Prozess, Licht, Moodboard, Outtakes (nicht «billig», sondern «Studio»)

Schritt 2: Baue ein wiederholbares Funnel-Setup

  • Public Teaser (ausserhalb) → OnlyFans → DM/Chat → Upsell (Bundles/Custom)
    Wichtig: Auch wenn du viel fotografierst, plane Chat-Zeit wie einen Terminblock. Bei kleinen Plattform-Teams ist Creator-Revenue oft chat-getrieben – aber niemand baut das fĂŒr dich.

Schritt 3: Mach deine Marke «report-resistent»

Report-resistent heisst: weniger InterpretationsflÀche.

  • Einheitliche Bildsprache
  • Keine «baitigen» Captions
  • Klare MenĂŒstruktur (PPV, Bundles, Custom-Rules)

Schritt 4: Operiere mit einem Risiko-Puffer

Wenn Payments/Visibility schwanken, brauchst du Puffer:

  • Content-Puffer: 2 Wochen vorproduziert
  • Cash-Puffer: wenn möglich 1–2 Monate Fixkosten
  • Kanal-Puffer: eine zweite Traffic-Quelle (Newsletter/Link-Page/Community) – nicht als Flucht, sondern als StabilitĂ€t

9) Was du diese Woche konkret tun kannst (ein 60-Minuten-Plan)

Wenn du gerade zwischen Branding-Ideen hin- und herfliegst, mach das:

  1. 15 Min: Positionierung notieren
    • 1 Satz: «Ich bin 
 / Bei mir bekommst du 
 / Nicht  »
  2. 15 Min: 4-Post-Plan
    • 2 Sets, 1 Reading List, 1 Behind-the-Lens
  3. 15 Min: Release-Checkliste speichern
    • als Notiz / Template
  4. 15 Min: Profil-Text & MenĂŒ vereinfachen
    • 3 Angebote max. (z.B. Abo, Bundle, Custom-Regeln)

Wenn du danach mehr willst: join the Top10Fans global marketing network (nicht als Zauberstab, sondern als Distribution + Strukturhilfe).

10) Bottom line: Klein-Team-Plattform = du brauchst dein eigenes System

«OnlyFans hat nur 42 Mitarbeitende» ist fĂŒr Creators keine Randnotiz. Es ist ein Hinweis, dass du:

  • Prozesse brauchst, die ohne Support funktionieren
  • Positionierung brauchst, die MissverstĂ€ndnisse reduziert
  • StabilitĂ€t brauchst (Puffer, Backups, klare Formate)

Und genau da hast du als Fotografin mit Buch-/Listen-Format eine realistische Chance, dich sauber abzuheben: erwachsen, kuratiert, konsistent.

📚 WeiterlĂ€se (lokal & kurz)

Wenn du tiefer einsteigen willst, hier sind die erwÀhnten Artikel als Kontext:

🔾 OnlyFans-CEO: Plattform lĂ€uft mit 42 Mitarbeitenden
đŸ—žïž Quelle: top10fans.world – 📅 2026-01-07
🔗 Artikel öffnen

🔾 Revenue pro Mitarbeitende: OnlyFans vor Tech-Giganten
đŸ—žïž Quelle: top10fans.world – 📅 2026-01-07
🔗 Artikel öffnen

🔾 «Kein Porno-Star»: Bob-Fahrer startet auf Onlyfans
đŸ—žïž Quelle: 20 Minuten – 📅 2026-01-05
🔗 Artikel öffnen

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